Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum,

so heißt es auch an der Theodor-Fontane-Schule dieses Jahr. Dank der Unterstützung des Landesamtes für Soziales und Versorgung konnten Schülerinnen und Schüler der DaZ-Kurse (Deutsch als Zweitsprache) die diesjährigen Weihnachtsbäume der Schule selber schlagen und schmücken.

Am 11. Dezember machte sich eine Gruppe von sechs Schülerinnen und Schülern zusammen mit Herrn Hussels und Herrn Kulke auf den Weg zum Werderaner Tannenhof. Dort angekommen musste auch gleich mit dem Aussuchen von Schneidwerkzeugen begonnen werden. Nach erfolgreicher Auswahl ging es mit „Sack und Säge“ ins noch verschneite aber etwas morastige Gelände des Tannenhofes.

Im wahrsten Sinne des Wortes sah man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Trotz matschigen Untergrund, frostigen Temperaturen und einer Vielzahl an Nordmanntannen, suchten die Schüler*innen die drei in ihren Augen schönsten Weihnachtsbäume aus.

Nun war echte Power und Teamarbeit angesagt. In den meisten Köpfen existieren romantische Vorstellungen vom Weihnachtsbaumschlagen, aber wenn es tatsächlich darum geht eine Tanne zu fällen ist echte Kraft und Taktik gefragt. So ist es sich nicht leicht die Tannennadeln zur Seite zu schieben und die Säge richtig anzusetzen, geschweige denn die Säge zu manövrieren.

Trotz dreckiger Schuhe, Knie, Hände und Kopftücher sowie einer Menge Schweiß meisterten unsere DaZ-Kinder diese Aufgabe und brachten, nachdem die Bäume angespitzt und eingenetzt waren, die Tannen zum Abtransport zum Auto unserer ehrenamtlichen Helfer, die diese freundlicherweise zurück nach Waldstadt brachte.

Der Dienstag und Mittwoch wurde damit verbracht die Tannen aufzustellen und zu schmücken.

Nun darf sich die Fontane-Schule und der Stadtteil über vier geschmückte und selbstgeschnittene Weihnachtsbäume freuen. Unsere Schülerinnen und Schüler aus drei verschiedenen Ländern hatten sichtlich Spaß an diesem Projekt und können jetzt deutlich mehr mit den Weihnachtsbräuchen in Deutschland anfangen.

Unser besonderer Dank gilt dem Landesamt für Soziales und Versorgung, der Stiftung SPI sowie der Integrationsbeauftragten der Landeshauptstadt Potsdam für die Unterstützung des Projekts. Wir danken außerdem den beteiligten Schüler*innen, ehrenamtlichen Helfern, und dem TFD-Fellow und dem Schulsozialarbeiter für die Umsetzung des Projektes.